L. Randall Wray

L. Randall Wray (2015).

L. Randall Wray (Larry Randall Wray; * 1953[1]) ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Professor an der University of Missouri–Kansas City. Er hat sich eingehend mit den Theorien Hyman P. Minskys auseinandergesetzt und ist leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Full Employment and Price Stability (CFEPS).[2]

Wray kritisierte die populäre These von Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff aus ihrem Buch Dieses Mal ist alles anders (2009), wenn die Staatsverschuldung 90 % des BIP erreiche, dann sinke das Wirtschaftswachstum. Wray dagegen meint, Reinhart und Rogoff hätten nicht mehr als eine Korrelation zwischen niedrigem Wachstum und hohen Schulden gezeigt, nicht aber, dass niedriges Wachstum aus hohen Schulden resultiere. Vor allem aber müsse man unterscheiden zwischen Ländern, die sich in eigener Währung verschulden (z. B. Japan) und solchen, die sich in fremder Währung verschulden (z. B. Argentinien 2000, Griechenland 2011). Letztere Länder könnten insolvent werden. Dies gelte nicht im selben Maße für Länder wie die USA, die ihre Währung nachdrucken können.[3]

Gemeinsam mit Jan Kregel ist er Herausgeber des Journal of Post Keynesian Economics.[4]

  1. Die LoC führt zwei verschiedene Geburtsdaten: 19. Januar und 19. Juni 1953
  2. Center for Full Employment and Price Stability: L. Randall Wray (Memento des Originals vom 17. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cfeps.org
  3. Hubert Beyerle: Neue Denker (61): Randall Wray und der Mythos Schuldenfalle (Memento vom 6. Juli 2011 im Internet Archive). In: Financial Times Deutschland. 5. Juli 2011
  4. Journal of Post Keynesian Economics – Editorial Board. Taylor & Francis online. Abgerufen am 3. Dezember 2018.

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